Apple hat am Freitag Klage gegen OpenAI eingereicht. Das Unternehmen wirft OpenAI vor, von gestohlenen Geschäftsgeheimnissen ehemaliger Apple-Mitarbeiter profitiert zu haben. Laut Klage sollen vertrauliche Informationen zu noch nicht veröffentlichten Technologien, Produkten und Entwicklungsprozessen unrechtmäßig an OpenAI gelangt sein. Apple betont, man werde das geistige Eigentum des Unternehmens konsequent schützen.
Zu den Beklagten gehören die Ex-Apple-Mitarbeiter Tang Tan und Chang Liu sowie OpenAI und io Products. Tan, früher Vice President of Product Design bei Apple, soll Bewerber gezielt zu geheimen Apple-Projekten befragt und sie aufgefordert haben, interne Hardware und vertrauliche Unterlagen zu Bewerbungsgesprächen mitzubringen. Liu wird vorgeworfen, nach seinem Ausscheiden eine Sicherheitslücke genutzt und mehr als tausend Seiten technischer Dokumente heruntergeladen zu haben. Zudem soll er eine weitere Apple-Mitarbeiterin angewiesen haben, welche vertraulichen Unterlagen sie vor einem Bewerbungsgespräch bei OpenAI studieren solle.
Darüber hinaus wirft Apple OpenAI vor, über ehemalige Mitarbeiter und Zulieferer gezielt an geschützte Informationen gelangt zu sein. So soll ein langjähriger Apple-Partner zur Nutzung eines proprietären Fertigungsverfahrens bewegt worden sein, während ein weiterer Zulieferer mit gezielten Fragen zu internen Apple-Komponenten konfrontiert worden sei. Apple erklärt, OpenAI bereits im Februar zu einer Untersuchung und Gegenmaßnahmen aufgefordert zu haben, jedoch ohne Reaktion.
Apple fordert nun eine gerichtliche Unterlassungsverfügung sowie Schadensersatz. Die Klage fällt in eine Phase, in der OpenAI gemeinsam mit dem früheren Apple-Designchef Jony Ive an eigener Consumer-Hardware arbeitet. Laut Klageschrift beschäftigen die KI-Firma und ihre Tochter io inzwischen mehr als 400 ehemalige Apple-Mitarbeiter – ein Umstand, der den Rechtsstreit zusätzlich verschärft.
Quelle: https://9to5mac.com/2026/07/10/apple-sues-openai-trade-secret-theft/